Der FIFA-Skandal entlarvt ein Dilemma: Wie gehen wir als Christen mit korrupten Strukturen um, in denen wir leben – oder gar profitieren? Ein katechetischer Blick auf Geld, Macht und die Nachfolge Christi.

Korruption & ungerechte Herrschaft

3.Mose 19,15: „Du sollst das Recht nicht beugen; du sollst weder die Person des Geringen ansehen noch die Person des Großen ehren.“

Jesaja 1,23: „Deine Fürsten sind Abtrünnige und Gesellen von Dieben; sie alle lieben Geschenke und jagen nach Belohnungen.“

Micha 3,11: „Ihre Häupter sprechen Recht um Geschenke, ihre Priester lehren um Lohn, ihre Propheten wahrsagen um Geld.“

2.Mose 23,8: „Du sollst kein Bestechungsgeschenk nehmen; denn das Geschenk macht die Sehenden blind und verdreht die Sache der Gerechten.“

Moralischer Verfall & geistliche Täuschung

2. Petrus 2,19: „Sie versprechen Freiheit, während sie selbst Sklaven des Verderbens sind.“

Galater 6,8: „Wer für sein Fleisch sät, wird vom Fleisch Verderben ernten.“

1 Korinther 15,33: „Lasst euch nicht irreführen: Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten.“

Titus 1,7: Ein Leiter soll „nicht selbstsüchtig, nicht jähzornig, nicht dem Wein ergeben, nicht gewalttätig, nicht geldgierig“ sein.

Geldgier & die zerstörerische Macht des Reichtums

Matthäus 6,24: „Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“

1. Timotheus 6,10: „Denn die Liebe zum Geld ist eine Wurzel alles Bösen.“

Jakobus 5,1–6: „Und nun, ihr Reichen: Weint und heult über das Elend, das über euch kommen wird! Euer Reichtum ist verfault, eure Kleider sind von Motten zerfressen. Euer Gold und Silber ist verrostet und ihr Rost wird gegen euch Zeugnis geben und wird euer Fleisch fressen wie Feuer. Ihr habt euch Schätze gesammelt in diesen letzten Tagen! Siehe, der Lohn der Arbeiter, die euer Land abgeerntet haben, den ihr ihnen vorenthalten habt, der schreit, und das Rufen der Schnitter ist gekommen vor die Ohren des Herrn Zebaoth. Ihr habt geschlemmt auf Erden und geprasst und eure Herzen gemästet am Schlachttag. Ihr habt den Gerechten verurteilt und getötet, und er hat euch nicht widerstanden.“

Sprüche 29,4: „Durch Recht erhält ein König das Land; wer aber Abgaben erzwingt, zerstört es.“


Die Ereignisse rund um die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 haben uns in diesen Tagen erneut vor Augen geführt, wie tief Korruption, Machtmissbrauch und moralischer Verfall in die Strukturen unserer Welt eingedrungen sind.

Ein Anruf des US‑Präsidenten Donald Trump bei FIFA‑Chef Gianni Infantino, eine Sperre, die wie aus dem Nichts verschwindet, Regularien, die sich auf einmal dehnen lassen – das alles wirkt wie ein Lehrstück dafür, wie schnell Prinzipien ins Wanken geraten, wenn Einfluss und Interessen ins Spiel kommen.

Und wir, die Zuschauer, die Fans, die Christen, stehen davor und fragen uns: Wie sollen wir damit umgehen? Noch dringlicher aber ist die Frage, die uns der Apostel Paulus in den Raum stellt: „Zieht nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat die Gerechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis?“ (2. Korinther 6,14).

Diese Worte sind keine beiläufige Ermahnung, sondern eine ernste, geistliche Aufforderung zur Prüfung unseres Lebens, unserer Entscheidungen und unserer Loyalitäten. Denn wir leben in einer Welt, in der Geld und Macht die Herzen der Menschen regieren, in der Systeme gebaut werden, die auf Ungerechtigkeit, Bestechung und Eigennutz gegründet sind. Und mitten in dieser Welt stehen wir als Christen – berufen, Salz und Licht zu sein, aber zugleich in Gefahr, uns von den Werten dieser Welt vereinnahmen zu lassen.

Die Heilige Schrift gibt uns klare Orientierung. Bereits im Alten Testament, im Buch des Propheten Jesaja, lesen wir die erschütternde Anklage Gottes gegen die Führer seines Volkes: „Deine Fürsten sind Abtrünnige und Diebsgesellen, sie nehmen alle gern Geschenke an und trachten nach Gaben. Den Waisen schaffen sie nicht Recht, und der Witwen Sache kommt nicht vor sie“ (Jesaja 1,23).

Hier wird uns ein Bild vor Augen gestellt, das uns heute nicht fremd ist. Führungspersonen, die ihre Verantwortung missbrauchen, die sich bestechen lassen, die das Recht beugen, um sich selbst zu bereichern – dieses Muster zieht sich durch die gesamte Menschheitsgeschichte. Es ist kein neues Problem, sondern die alte, sündige Natur des Menschen, die sich immer wieder Bahn bricht, wo immer Menschen Macht und Einfluss haben.

Der Prophet Micha ergänzt diese Anklage mit scharfen Worten: „Ihre Häupter sprechen Recht um Geschenke, ihre Priester lehren um Lohn, ihre Propheten wahrsagen um Geld“ (Micha 3,11). Hier wird deutlich: Korruption beschränkt sich nicht auf die politische oder wirtschaftliche Sphäre. Sie dringt ein in die religiösen Strukturen, in die geistliche Führung, in die Verkündigung selbst. Wenn Geld und Geschenke das Urteil verdrehen, wenn Lehre zur Ware wird, wenn Prophetie zum Geschäft verkommt, dann ist das Fundament der geistlichen Integrität zerbrochen.

Doch wie sollen wir als Christen darauf reagieren? Können wir in solchen Systemen bleiben, ohne uns schuldig zu machen? Können wir weiterhin Teil einer Industrie sein, die auf Profit, Korruption und Machtmissbrauch aufgebaut ist, und gleichzeitig bekennen, dass wir Jesus Christus nachfolgen?

Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten, aber sie ist notwendig. Der Herr Jesus selbst hat uns vor die Wahl gestellt: „Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon“ (Matthäus 6,24). Dieses Wort Jesu ist von erschreckender Klarheit. Es gibt keine Neutralität, keinen Mittelweg, keine Möglichkeit, gleichzeitig dem Gott des Himmels und dem Gott des Geldes zu dienen. Wer meint, er könne beides vereinbaren, täuscht sich selbst.

Der Mammon ist nicht einfach nur Geld, sondern die personifizierte Macht des Reichtums, die das Herz des Menschen an sich bindet, die ihn abhängig macht, die ihn von Gott entfremdet. Und genau diese Macht wirkt in den Strukturen, die wir heute beobachten – im Profifußball, in der Politik, in der Wirtschaft, aber auch in unseren eigenen Herzen.

Der Apostel Paulus warnt uns eindringlich vor der Gefahr der Geldliebe: „Denn die Liebe zum Geld ist eine Wurzel alles Bösen; danach hat einige gelüstet, und sie sind vom Glauben abgeirrt und machen sich selbst viel Schmerzen“ (1. Timotheus 6,10). Beachten wir: Nicht das Geld selbst ist das Problem, sondern die Liebe zum Geld, die Gier, die das Herz beherrscht. Diese Gier führt dazu, dass Menschen ihre Integrität aufgeben, dass sie das Recht beugen, dass sie ihre Seele verkaufen. Und genau das sehen wir im Fall des FIFA-Skandals. Ein Anruf genügt, eine Sperre wird aufgehoben, die Regeln werden gebogen – nicht, weil es gerecht wäre, sondern weil Macht und Einfluss im Spiel sind. Und die Spieler, die Funktionäre, die Zuschauer – wir alle sind Teil dieses Systems. Wir profitieren davon, wir unterhalten uns damit, wir rechtfertigen es vielleicht sogar.

Nun gibt es unter den Profifußballern viele, die sich öffentlich als Christen bekennen. Sie beten vor dem Spiel, sie tragen Bibelverse auf ihren Trikots, sie danken Gott nach einem Tor. Das ist einerseits ermutigend, denn es zeigt, dass der Glaube an Jesus Christus auch in dieser Welt präsent ist. Andererseits aber stellt sich die Frage: Ist ein solches Bekenntnis glaubwürdig, wenn man gleichzeitig Teil eines Systems ist, das auf Korruption, Ungerechtigkeit und Geldgier aufgebaut ist? Kann man einerseits Jesus lobpreisen und andererseits Millionen verdienen in einer Industrie, die Menschen ausbeutet, die Bestechung toleriert, die moralische Standards verwirft?

Der Apostel Jakobus stellt uns vor eine erschütternde Realität: „Und nun, ihr Reichen: Weint und heult über das Elend, das über euch kommen wird! Euer Reichtum ist verfault, eure Kleider sind von Motten zerfressen. Euer Gold und Silber ist verrostet, und ihr Rost wird gegen euch Zeugnis geben und wird euer Fleisch fressen wie Feuer. Ihr habt euch Schätze gesammelt in diesen letzten Tagen! Siehe, der Lohn der Arbeiter, die euer Land abgeerntet haben, den ihr ihnen vorenthalten habt, der schreit, und das Rufen der Schnitter ist gekommen vor die Ohren des Herrn Zebaoth. Ihr habt geschlemmt auf Erden und geprasst und eure Herzen gemästet am Schlachttag. Ihr habt den Gerechten verurteilt und getötet, und er hat euch nicht widerstanden“ (Jakobus 5,1-6).

Diese Worte sind ein Donnerschlag. Sie richten sich an jene, die im Überfluss leben, während andere leiden, die sich auf Kosten der Schwachen bereichern, die ihre Macht missbrauchen. Es ist ein Ruf zur Umkehr, ein Ruf zur Buße, ein Ruf, das eigene Leben zu prüfen und zu fragen: Auf welchem Fundament steht mein Reichtum? Auf welchem Fundament steht mein Erfolg?

Und hier müssen sich auch die Christen – gerade jene, die sich bibeltreu und evangelikal nennen – einer unbequemen Wahrheit stellen: Wer das öffentliche Bekenntnis eines Profifußballers feiert, nur weil er „Jesus“ sagt, aber das System dahinter nicht prüft, der macht sich mitschuldig an einer frommen Fassade. Ein Lippenbekenntnis ersetzt keine Heiligung. Wer Millionen verdient, ohne die Frage zu stellen, ob dieser Reichtum auf Gerechtigkeit oder auf Ausbeutung gebaut ist, der darf nicht einfach „Halleluja“ rufen und weiterlaufen. Der muss sich fragen, ob er Christus folgt – oder dem Glanz einer Industrie, die den Mammon verehrt.

Der Glaube verliert seine Glaubwürdigkeit, wenn er sich mit Strukturen verbündet, die Gott verurteilt. Es ist geistliche Selbsttäuschung, wenn wir Jubel über fromme Gesten lauter werden lassen als die prophetische Pflicht, Systeme zu prüfen, Missstände zu benennen und Buße zu fordern.

Die Frage, die wir uns stellen müssen, ist nicht nur, ob wir als Christen in solchen Systemen arbeiten dürfen, sondern vielmehr: Wie können wir in solchen Systemen leben, ohne uns von ihnen vereinnahmen zu lassen? Wie können wir Salz und Licht sein, ohne selbst verdorben zu werden? Die Antwort liegt in der radikalen Nachfolge Christi.

Jesus selbst hat uns ein Beispiel gegeben. Er lebte in einer korrupten Gesellschaft, unter römischer Besatzung, unter religiöser Heuchelei, unter wirtschaftlicher Ausbeutung. Doch er ließ sich nicht vereinnahmen. Er sprach die Wahrheit, er deckte die Sünde auf, er stellte sich auf die Seite der Schwachen, er vertraute nicht auf Geld oder Macht, sondern auf Gott allein. Und am Ende ging er den Weg des Kreuzes, den Weg des Leidens, den Weg der Hingabe. Das ist der Weg, zu dem auch wir berufen sind. Es ist nicht der Weg der Anpassung, der Kompromisse, der Selbstrechtfertigung. Es ist der Weg der Entscheidung, der Klarheit, der Treue zu Gott.

Ein junger Mann, der sich zu Christus bekennt und davon träumt, Profifußballer zu werden, muss sich diesen Fragen stellen, bevor der erste Vertrag unterschrieben ist. Er muss prüfen, welchen Weg er wirklich gehen will: den Weg des Geldes, des Erfolges, der Selbstverwirklichung – oder den Weg des Kreuzes, der Hingabe, der Wahrheit. Es gibt keinen Mittelweg. Das Evangelium kennt keinen Kompromiss zwischen Nachfolge und Selbstbereicherung. Viele halten diese Sicht für radikal, für weltfremd, sogar für übertrieben – und oft sind es Christen, die so reden.

Doch die vermeintliche Lösung, man könne mit dem verdienten Geld später „viel Gutes tun“, ist eine geistliche Täuschung. Sie ist der Versuch, das eigene Gewissen zu beruhigen, während man in einem System mitspielt, das von Korruption, Ungerechtigkeit und Geldgier durchdrungen ist. Wer sich auf solche Rechtfertigungen einlässt, hat den Ruf Jesu zur Kreuzesnachfolge bereits verwässert.

Paulus schreibt in seinem Brief an die Galater: „Irrt euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten. Wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten“ (Galater 6,7-8). Diese Worte sind eine ernste Mahnung. Wenn wir unser Leben auf das Fleisch bauen, auf Geld, Erfolg, Ansehen, Macht, dann werden wir das Verderben ernten.

Wenn wir aber unser Leben auf den Geist bauen, auf Gott, auf Christus, auf die Ewigkeit, dann werden wir das ewige Leben ernten. Das bedeutet nicht, dass wir uns aus der Welt zurückziehen müssen. Es bedeutet aber, dass wir unsere Prioritäten überprüfen müssen, dass wir unser Herz prüfen müssen, dass wir unseren Lebensstil prüfen müssen. Dienen wir Gott oder dienen wir dem Mammon? Leben wir für Christus oder leben wir für uns selbst?

Die Bibel gibt uns klare Anweisungen, wie wir mit Korruption und Ungerechtigkeit umgehen sollen. Im Buch Exodus lesen wir: „Du sollst kein Bestechungsgeschenk nehmen; denn das Geschenk macht die Sehenden blind und verdreht die Sache der Gerechten“ (2. Mose 23,8). Bestechung ist nicht nur ein juristisches Problem, sondern ein geistliches Problem. Sie verdreht die Wahrheit, sie blendet das Gewissen, sie zerstört die Gerechtigkeit.

Und im Buch Levitikus heißt es: „Du sollst das Recht nicht beugen; du sollst weder die Person des Geringen ansehen noch die Person des Großen ehren; sondern du sollst deinen Nächsten recht richten“ (3. Mose 19,15). Gerechtigkeit ist nicht verhandelbar. Sie darf nicht von Macht, Geld oder Einfluss abhängig sein. Sie muss unparteiisch sein, klar, ehrlich.

Doch genau das sehen wir in der Welt nicht. Wir sehen, dass das Recht gebeugt wird, dass die Reichen und Mächtigen bevorzugt werden, dass die Armen und Schwachen unterdrückt werden. Und wir als Christen dürfen nicht schweigen. Wir dürfen nicht wegschauen. Wir dürfen nicht Teil dieser Ungerechtigkeit sein.

Es ist wichtig, dass wir auch die Fans, das Publikum, uns selbst in die Verantwortung nehmen. Es ist leicht, mit dem Finger auf die Politiker, die Funktionäre, die Spieler zu zeigen. Aber was ist mit uns? Unterstützen wir nicht dieses System durch unseren Konsum, durch unsere Begeisterung, durch unsere Gleichgültigkeit? Der Apostel Paulus schreibt: „Lasst euch nicht irreführen: Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten“ (1. Korinther 15,33). Wenn wir uns ständig mit Dingen umgeben, die moralisch fragwürdig sind, wenn wir uns an Strukturen beteiligen, die auf Ungerechtigkeit aufgebaut sind, dann wird das Einfluss auf unser Gewissen, auf unser Herz, auf unseren Glauben haben. Wir müssen wachsam sein, wir müssen kritisch sein, wir müssen bereit sein, uns abzugrenzen, wenn es notwendig ist.

Der Petrusbrief warnt uns: „Sie versprechen ihnen Freiheit und sind doch selber Sklaven ihrer moralischen Verkommenheit. Denn wovon man sich beherrschen lässt, von dem ist man versklavt“ (2. Petrus 2,19). Viele Menschen in dieser Welt versprechen Freiheit durch Geld, durch Erfolg, durch Macht. Doch in Wahrheit sind sie selbst gefangen. Sie sind Knechte des Verderbens, Sklaven ihrer Gier, Gefangene ihrer Sünde.

Wahre Freiheit gibt es nur in Christus. Er allein kann uns von der Macht der Sünde befreien, er allein kann uns von der Abhängigkeit vom Mammon befreien, er allein kann uns wahres Leben schenken. Und genau deshalb müssen wir ihn in den Mittelpunkt stellen. Nicht unsere Karriere, nicht unser Erfolg, nicht unser Ansehen, sondern Christus allein.

Was bedeutet das nun konkret für die bekennenden Christen im Profifußball? Bedeutet es, dass sie ihren Beruf aufgeben müssen? Nicht unbedingt. Aber es bedeutet, dass sie sich der geistlichen Gefahr bewusst sein müssen, in der sie stehen. Es bedeutet, dass sie bereit sein müssen, Zeugnis abzulegen, auch wenn es unbequem ist. Es bedeutet, dass sie bereit sein müssen, Nein zu sagen, wenn sie aufgefordert werden, Teil der Korruption zu sein. Es bedeutet, dass sie bereit sein müssen, auf Geld, Ruhm und Erfolg zu verzichten, wenn es im Widerspruch zu ihrem Glauben steht.

Es bedeutet, dass sie den Weg des Kreuzes gehen müssen, den Weg der Nachfolge, den Weg der Treue zu Christus. Und das ist nicht einfach. Es erfordert Mut, es erfordert Glauben, es erfordert die Kraft des Heiligen Geistes. Doch es ist der einzige Weg, der zum ewigen Leben führt.

Dies kann am Ende auch bedeuten, dass die Karriere als Profifußballer zu Ende ist. Das Evangelium kennt keine Garantie für beruflichen Erfolg, keinen Anspruch auf Ruhm, keine Verheißung eines komfortablen Lebens. Wer Christus nachfolgt, muss bereit sein, alles zu verlieren – auch den Traum, den er seit Kindheitstagen trägt. Und hier entscheidet sich der wahre Glaube: Nicht in den Momenten des Jubels, nicht in den Interviews nach einem Tor, sondern in der Stunde der Entscheidung, wenn Christus und Karriere nicht mehr miteinander vereinbar sind. Dann zeigt sich, ob der Glaube echt ist oder nur ein frommer Zusatz. Dann zeigt sich, ob das Kreuz wirklich getragen wird oder nur als Symbol dient. Der Weg der Nachfolge ist kein Weg der Sicherheiten, sondern der Hingabe. Und wer diesen Weg geht, wird nicht vom System definiert, sondern von Christus allein.

Die Sprüche lehren uns: „Durch Recht erhält ein König das Land; wer aber Abgaben erzwingt, zerstört es“ (Sprüche 29,4). Gerechtigkeit ist das Fundament einer gesunden Gesellschaft. Wo Recht gebeugt wird, wo Gier regiert, wo Korruption herrscht, da zerfällt die Gesellschaft. Und genau das sehen wir heute in vielen Bereichen. Wir sehen den Zerfall der Moral, den Zerfall der Ethik, den Zerfall des Vertrauens. Und mitten in diesem Zerfall sind wir als Christen berufen, ein anderes Zeugnis abzulegen. Wir sind berufen, für Gerechtigkeit einzutreten, für Wahrheit einzutreten, für Christus einzutreten. Nicht mit Gewalt, nicht mit politischer Macht, sondern durch unser Leben, durch unsere Worte, durch unsere Taten.

Wir dürfen nicht vergessen, dass unser Kampf nicht gegen Fleisch und Blut ist, sondern gegen die Mächte der Finsternis, gegen die geistlichen Kräfte, die diese Welt beherrschen. Der Teufel ist der Vater der Lüge, der Fürst dieser Welt, der Gott dieser Weltzeit. Er arbeitet durch Strukturen, durch Systeme, durch Menschen, um Gottes Willen zu verdrehen und Menschen von Gott zu entfremden. Doch Christus hat ihn überwunden. Am Kreuz hat Jesus den Sieg errungen, er hat die Macht der Sünde gebrochen, er hat den Tod besiegt. Und durch seinen Geist gibt er uns die Kraft, in dieser Welt zu leben, ohne von ihr überwunden zu werden.

Lasst uns daher unser Leben prüfen. Lasst uns fragen: Wo habe ich Kompromisse gemacht? Wo habe ich mich angepasst? Wo habe ich geschwiegen, obwohl ich hätte reden sollen? Wo habe ich dem Mammon gedient, anstatt Gott? Lasst uns umkehren, lasst uns Buße tun, lasst uns neu beginnen, in der Gnade und Kraft Christi. Lasst uns den Weg der Nachfolge gehen, den Weg des Kreuzes, den Weg der Treue. Denn nur so können wir wahres Leben finden, nur so können wir Salz und Licht in dieser Welt sein, nur so können wir Christus dienen.

Der Kleine Katechet

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